Mittwoch, 21. Mai 2014

EU-Wahlen - #klartext - Vorarlberger ErstwählerInnen informieren sich


Die 


http://vbg.schuelerunion.at/ueber-uns/das-sind-wir

vertreten durch Stefan Meusburger und Sandro Tirler (Moderation)

hat am 14. Mai 2014 die Veranstaltung für die jungen ErstwählerInnen in Vorarlberg organisiert. Die einzige Veranstaltung dieser Art in Österreich!


http://klartext.schuelerunion.at

Dem Organisationsteam und allen HelferInnen ist ein großes Lob für diesen hoch professionellen Event auszusprechen! 

Mehr als 600 SchülerInnen und einige Erwachsene haben an der Podiumsdiskussion mit Vertretern von 9 Parteien teilgenommen. 


Teilnehmer auf dem Podium

ÖVP: Erwin Mohr (ÖVP EU-Kandidat)


SPÖ: Gerhard Kilga, Aufsichtsrat Vogewosi u. Clubdirektor Landtagsclub


FPÖ: Reinhard Bösch (Historiker, Bibliothekar)

DIE GRÜNEN: Michael Reimon (Die Grünen EU-Kandidat, Journalist, Autor)
BZÖ: hat Teilnahme abgelehnt
NEOS: Anton Fink (Neos EU-Kandidat, GF Dale Investment Advisors GmbH)
EU-STOPP: Dr. Fritz Danner (EU-Stopp Kandidat)
REKOS: Christoph Alton (Leiter Polytechnische Schule Feldkirch)

EU ANDERS: Konrad Störer (GF Die Fähre GmbH)


Moderation u. Fragestellungen

Die Moderation von Sandro Tirler war excellent! Beeindruckend war sein politisches (Hintergrund-)Wissen. Bei zwei Themen war er besser informiert als zwei anwesende Parteienvertreter und musste deren Aussagen/Behauptungen korrigieren. 

Hier ein Auszug der Fragen, die Sandro Tirler an die politischen Vertreter gestellt hat:

„Welche drei Begriffe fallen Ihnen spontan zu Politik ein?“

„Der Lack der Neos ist ab. Wir lieben Europa, wir müssen den Kindern die Flügel heben, aber viel Inhalte kommen da meistens nicht rüber.“

„Ihre Name ist bekanntlich Programm. Österreich aus der EU rausführen. Warum möchten Sie dann überhaupt ins EU-Parlament?“

"Weshalb den Wechsel von ÖVP? Bei Ihnen weiß man nicht so genau, für oder gegen EU?
Wie ist ihre Gesamtposition?"

"Die EU sei ein Neger-Konglomerat, EU mit NS-Diktatur verglichen. Ist das Wort Neger in der FPÖ salonfähig?" 

"Finden Sie das realistisch, die Teilung der Eu in einen reichen und einen armen Teil?"

"Schreibt uns die EU zu viel vor? Bsp. Glühbirne, Traktorsessel. Denken Sie, dass die EU hier den richtigen Weg geht?"

"Sind sie für oder gegen die Legalisierung von Drogen?"

"EU-Beitritt Türkei. Wie ist dazu die Position der ÖVP?"

"Weshalb soll Griechenland Mitglied sein und die Türkei nicht?"

"Kann sich die SPÖ wirklich mit Europa identifizieren?"

"Wie sehen Sie die Bankenunion?

"Sie nicken zu mehr Direkter Demokratie zustimmend. Sind Sie auch der Meinung, dass wir in der EU mehr Mitbestimmungsrechte für die Bürger benötigen?"

"Wäre Österreich ohne de EU existenzfähig?"


Veranstaltungs-Wahlen

Vor Beginn der Veranstaltung waren die Besucher aufgerufen, sich in die aufgebauten Wahlkabinen zu begeben und sich für eine Partei zu entscheiden. In der Pause nach dem ersten Teil der Veranstaltung hieß es neuerlich, "Ab in die Wahlkabine!" 

Die Jugendlichen haben aktiv daran teilgenommen. 

Die jeweiligen Wahlergebnisse wurden für die Besucher umgehend in den Saal auf die Leinwand projiziert. Hier das endgültige Ergebnis:



Während der Pause hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit ihren Fragen direkt an die einzelnen Vertreter der Parteien zu wenden. Diese Möglichkeit haben einige genutzt. 


Jugendliche fragen anders

Viele Jugendliche zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Fragestellungen klar, offen, emotionslos und logisch sind. Sie hören genau zu, sind sehr kritisch und fragen weiterhin nach, wenn sie mit der Antwort nichts anfangen oder sie mit ihr nicht zufrieden waren. 


Politiker-Verhalten gegenüber Jugendlichen 

Auffallend ist dabei das Verhalten der politischen Vertreter. Bei Jugendlichen vermeiden die meisten von ihnen plakative Aussagen, da sie wissen: "Gegenüber steht mein lebendes Gewissen." :-)  Aber nicht nur deshalb, sie wissen, Jugendliche geben sich mit inhaltslosen oder für sie unverständlichen Antworten nicht zufrieden und bohren weiter. Gut so! 



Video zu Interviews

Die Schülerunion hat verschiedene Menschen zum Thema EU befragt, filmisch festgehalten und den Besuchern die beiden Videos vorgeführt. Die Fragestellung lautete: "Was finden sie positiv, was negativ an der EU?"


Positive Antworten waren: "Wirtschaft, Wohlstand, keine Grenzen, einheitliche Währung, Frieden, Erasmus. 

Negative Antworten waren: "Freunderlwirtschaft, langweilig, leider nicht viel Gutes, nur Versprechungen, fast nichts umsetzen, Macht, die Bürger die mitbestimmen sollten und an vorderster Stelle der Demokratie stehen sollten, viel Geld wird verschwendet, Affären, Hypo-Alpe-Adria, schwierig, Untätigkeit der Politiker, Korruption, Stillstand, Politik ist bei uns noch eine Monarchie (Liechtensteiner), Wut, undurchsichtig.“


Fragen der Besucher

Per Mail und aktuell im Saal auf vorbereiteten Fragezettel, konnten die Besucher ihre Fragen an die Politiker stellen. Die Zeit war leider zu kurz, um all die vielen Fragen beantworten zu können. Hier ein Auszug der gestellten Fragen:

An Neos: "Wasserprivatisierung"
an Rekos: "Einheitliche Bildungspolitik für alle EU-Länder?"
An SPÖ: "Müsste man für die Direkte Demokratie nicht die Bürger besser bilden?  
An Neos: "Was halten Sie von Fracking in Europa?"
An FPÖ Was halten sie davon dass Rumänen und Bulgaren freien Zugang zu unserem Arbeitsmarkt haben?"
An FPÖ: "Mindestlohn einführen?"
An SPÖ: "Wie stehen Sie zur EU-Entlohnung?"


Schlussbemerkung

Hätten wir Erwachsene in der Vergangenheit dasselbe Interesse und Engagement für die Entwicklung unserer Zukunft aufgebracht bzw. würden es aktuell aufbringen, wie es diese erstwählenden Jugendlichen tun, dann würden wir bereits besser regiert werden. Es liegt in unserer eigenen Verantwortung. 

"Man erbt nicht nur Geld und Güter, auch von uns Vernachlässigtes erben unsere Jugendlichen." 


Videobericht zur Veranstaltung: 


http://www.vol.at/video/?v=8x5j8stXrN4